INCI-Liste lesen: Die 1-Prozent-Linie, die kaum jemand kennt
Jeder Ratgeber sagt dir dasselbe: Die Inhaltsstoffe stehen in absteigender Reihenfolge, ganz vorne ist am meisten drin. Das stimmt auch. Aber nur bis zu einem bestimmten Punkt in der Liste, danach gilt es nicht mehr. Diesen Punkt nennen wir die 1-Prozent-Linie, und wer sie findet, liest eine INCI-Liste ab sofort völlig anders. Wir importieren koreanische Hautpflege und lesen solche Listen jede Woche. Hier ist, worauf wir dabei achten.
Der ganze Artikel steckt auch in unserem Etiketten-Dekoder, einem kostenlosen PDF zum Ausdrucken. Es passt in die Handtasche und beantwortet im Laden genau die Fragen, die hier erklärt werden.
Was die INCI-Liste überhaupt ist
INCI steht für International Nomenclature of Cosmetic Ingredients. Das ist ein weltweit einheitliches Namensverzeichnis für Kosmetikbestandteile. Pflanzen bekommen ihren lateinischen Namen, chemisch definierte Stoffe den englischen. Genau deshalb steht auf einer koreanischen Tube dasselbe Wort wie auf einer französischen: Aqua ist Wasser, Butyrospermum Parkii Butter ist Sheabutter, egal in welchem Land du das Produkt kaufst.
In der EU ist diese Liste Pflicht. Artikel 19 der Kosmetikverordnung schreibt vor, dass sie unter der Überschrift „Ingredients“ auf der Verpackung stehen muss. Bei kleinen Tiegeln darf sie auf einen Beipackzettel oder ein Anhängeschild ausweichen, verschwinden darf sie nie. Bei sehr kleinen Tiegeln darf sie auf ein Kärtchen am Regal ausweichen, ganz fehlen darf sie nicht.
Die Regel, die fast niemand kennt
Der entscheidende Satz steht im selben Artikel, nur ein paar Zeilen weiter. Fast alle deutschen Ratgeber zitieren die erste Hälfte davon und lassen die zweite weg:
„Die Liste der Bestandteile weist diese in abnehmender Reihenfolge ihres Gewichts zum Zeitpunkt der Hinzufügung zum kosmetischen Mittel aus. Bestandteile in einer Konzentration von weniger als 1 v. H. können in ungeordneter Reihenfolge im Anschluss an die mit einer Konzentration von mehr als 1 v. H. aufgeführt werden.“
Verordnung (EG) Nr. 1223/2009, Artikel 19 Absatz 1 Buchstabe gÜbersetzt heißt das: Es gibt in jeder Zutatenliste eine unsichtbare Trennlinie. Oberhalb davon ist die Reihenfolge echt und aussagekräftig. Unterhalb darf der Hersteller frei sortieren. Er darf den Extrakt, der auf der Vorderseite groß beworben wird, an den Anfang dieser hinteren Gruppe stellen, obwohl vier andere Stoffe dort mehr enthalten sind. Das ist keine Grauzone und kein Trick, das ist ausdrücklich erlaubt.
So findest du die Linie in jeder Zutatenliste
Die Linie ist nicht eingezeichnet. Du erkennst sie an bestimmten Stoffen, die dort fast immer stehen, weil sie gesetzlich gar nicht höher dosiert werden dürfen. Konservierungsstoffe sind im Anhang V der Kosmetikverordnung einzeln gedeckelt. Sobald einer davon in der Liste auftaucht, liegt alles danach unter einem Prozent.
| Stoff auf der Liste | Höchstmenge in der EU | Was das bedeutet |
|---|---|---|
| Phenoxyethanol | 1,0 % | Der häufigste und zuverlässigste Marker in koreanischer Pflege |
| Benzyl Alcohol | 1,0 % | Wird oft mit Dehydroacetic Acid kombiniert |
| Dehydroacetic Acid | 0,6 % | Beliebt in Formeln, die auf Phenoxyethanol verzichten |
| Salicylic Acid als Konservierer | 0,5 % | Achtung, als Wirkstoff darf sie höher liegen |
| Methylparaben | 0,4 % | In K-Beauty inzwischen selten geworden |
| Chlorphenesin | 0,3 % | Sicherer Marker, wenn vorhanden |
| Propylparaben | 0,14 % | Sehr weit unten, die Linie liegt dann schon davor |
Daneben gibt es Stoffe ohne gesetzliche Grenze, die in der Praxis trotzdem fast immer unter einem Prozent eingesetzt werden: Xanthan Gum und Carbomer als Verdicker, Disodium EDTA als Komplexbildner, Sodium Benzoate und Potassium Sorbate als milde Konservierer, Tocopherol als Oxidationsschutz, dazu Parfum und die einzeln deklarierten Duftstoffe wie Limonene oder Linalool. Wenn du keinen der gesetzlich gedeckelten Marker findest, orientiere dich am ersten dieser Kandidaten.
Die ersten fünf lesen
Sie machen bei den meisten Formeln über neunzig Prozent des Produkts aus. Hier entscheidet sich, ob du eine Wasser-, Öl- oder Gelbasis in der Hand hast.
Den Marker suchen
Geh die Liste weiter durch, bis der erste Stoff aus der Tabelle oben auftaucht. Genau dort verläuft die Linie.
Den Wirkstoff einordnen
Steht der Stoff, wegen dem du das Produkt kaufst, vor dem Marker oder dahinter? Diese eine Frage sagt mehr als jede Werbeaussage auf der Vorderseite.
Der Etiketten-Check zum Anklicken
Nimm ein Produkt aus deinem Bad, such den Wirkstoff, wegen dem du es gekauft hast, und wähle unten aus, wo er steht. Es funktioniert mit jeder Marke.
Wo steht dein Wirkstoff?
Eine Auswahl anklicken, die Einschätzung erscheint darunterDer Wirkstoff trägt die Formel
Auf den ersten fünf Plätzen liegt der Anteil in aller Regel im zweistelligen oder oberen einstelligen Prozentbereich. Bei Feuchtigkeitsspendern wie Glycerin oder Butylene Glycol ist das normal. Steht dort ein echter Wirkstoff wie Niacinamide, ist das Produkt tatsächlich um ihn herum gebaut.
Prüfe in dem Fall lieber, ob dir die Menge auch bekommt. Hohe Wirkstoffanteile brauchen eine langsame Gewöhnung, und ein Patch-Test ist hier keine Übervorsicht, sondern der schnellere Weg.
Über einem Prozent, und die Reihenfolge stimmt noch
Alles vor dem Marker liegt über einem Prozent. Für viele Wirkstoffe ist genau das der übliche Einsatzbereich: Niacinamid wirkt ab etwa zwei Prozent, Panthenol und Betaine liegen typischerweise darunter angesiedelt bei ein bis fünf Prozent.
Du kannst zusätzlich die Nachbarn lesen. Je näher der Wirkstoff an einem Stoff steht, dessen übliche Menge du kennst, desto genauer wird deine Schätzung.
Position sagt hier nichts mehr aus
Ab dem Marker darf frei sortiert werden. Dass dein Wirkstoff direkt dahinter steht, heißt also nicht, dass er der stärkste der hinteren Gruppe ist. Es heißt nur: unter einem Prozent.
Das kann völlig in Ordnung sein. Retinol darf in der EU ohnehin höchstens 0,3 Prozent betragen und steht deshalb immer hier. Bei einem Extrakt, der auf der Vorderseite als Hauptargument beworben wird, ist es dagegen ein Hinweis.
Ganz hinten, hinter allen Hilfsstoffen
Wenn ein beworbener Wirkstoff hinter Verdickern, Komplexbildnern und Duftstoffen steht, ist er mit hoher Wahrscheinlichkeit nur in Spuren enthalten. Bei Pflanzenextrakten und Fermenten ist das der Normalfall, und es lohnt sich, dann nicht den Extrakt, sondern den Rest der Formel zu bewerten.
Die Ausnahme sind Stoffe, die von Natur aus winzig dosiert werden: Adenosin steht in Korea gesetzlich bei 0,04 Prozent, Peptide arbeiten im Bereich von wenigen Hundertstel Prozent.
Kein Konservierer, kein sicherer Anhaltspunkt
Manche Formeln kommen ohne klassischen Konservierer aus, etwa wasserfreie Öle und Balsame oder Produkte, die über 1,2-Hexanediol und Ethylhexylglycerin konserviert werden. Dann fehlt der eindeutige Marker.
Nimm ersatzweise den ersten Verdicker oder Komplexbildner, also Xanthan Gum, Carbomer oder Disodium EDTA. Und lies die Liste rückwärts: Was ganz am Ende steht, ist praktisch immer unter einem Prozent.
Was die Linie ausdrücklich nicht sagt
Die 1-Prozent-Linie ist ein Werkzeug, kein Urteil. Sie sagt dir, ab wo die Reihenfolge nichts mehr verrät, und sonst nichts. Wenig heißt nicht wirkungslos. Die drei häufigsten Fehlschlüsse, die uns im Kundenkontakt begegnen:
Der Korea-Code: was koreanische Etiketten zusätzlich verraten
Bei koreanischer Pflege kommt eine zweite Informationsebene dazu, die in Europa fast niemand nutzt. Korea kennt eine eigene Produktklasse, die funktionelle Kosmetik, auf Koreanisch 기능성화장품. Wer bestimmte Auslobungen verwenden möchte, muss dafür entweder eigene Studien einreichen oder einen amtlich festgelegten Wirkstoff in genau der amtlich festgelegten Menge verwenden. Nutzt der Hersteller den zweiten Weg, ist die Menge damit bekannt, auch wenn sie nirgends auf der Packung steht.
| Auslobung | Wirkstoff | Vorgeschriebene Menge |
|---|---|---|
| 미백 Aufhellung | Arbutin | 2 bis 5 % |
| 미백 Aufhellung | Niacinamide | 2 bis 5 % |
| 미백 Aufhellung | Magnesium Ascorbyl Phosphate | 3 % |
| 미백 Aufhellung | Ascorbyl Glucoside | 2 % |
| 미백 Aufhellung | Ethyl Ascorbyl Ether | 1 bis 2 % |
| 주름개선 Faltenpflege | Retinol | 2.500 IE/g |
| 주름개선 Faltenpflege | Retinyl Palmitate | 10.000 IE/g |
| 주름개선 Faltenpflege | Adenosine | 0,04 % |
| 여드름 unreine Haut, nur Waschprodukte | Salicylic Acid | 0,5 % |
| 자외선차단 UV-Schutz | Zinc Oxide, Titanium Dioxide | max. 25 % |
Ein Beispiel: Steht auf einem koreanischen Serum die Auslobung für Faltenpflege und findest du Adenosin in der Zutatenliste, dann sind exakt 0,04 Prozent drin. Nicht ungefähr, sondern genau diese Menge, weil die Behörde sie so festgelegt hat. Dasselbe gilt für Niacinamid bei Aufhellungsprodukten: mindestens zwei Prozent, sonst wäre die Auslobung nicht zulässig.
Die EU rechnet anders. Retinol ist hier auf 0,3 Prozent begrenzt, Alpha-Arbutin auf 2 Prozent in Gesichtscreme und 0,5 Prozent in Körperlotion, Arbutin auf 7 Prozent in Gesichtscreme. Was in Korea zulässig ist, muss deshalb nicht in der EU verkehrsfähig sein. Dieselbe Marke verkauft in Europa deshalb oft eine leicht andere Rezeptur als in Korea.
Das Datum auf der Tube entziffern
Koreanische Produkte tragen oft zwei Zahlenblöcke, und welcher davon das Verfallsdatum ist, entscheidet ein einziges Wort dahinter. 제조 bedeutet Herstellungsdatum, meist im Format JJJJ.MM.TT. 까지 heißt schlicht „bis“ und markiert damit das Verfallsdatum. 사용기한 bedeutet Verwendbarkeitsdatum und meint dasselbe wie 까지. Steht stattdessen EXP auf der Tube, ist es die internationale Schreibweise, meist als JJJJMMTT.
Findest du nur ein Herstellungsdatum, rechne bei ungeöffneter Ware üblicherweise mit dreißig bis sechsunddreißig Monaten. Sobald das Produkt offen ist, gilt immer das, was früher eintritt: das aufgedruckte Verfallsdatum oder das Tiegelsymbol mit der Monatszahl, zum Beispiel 12M.
Die Namen, die dich verwirren
Der zweite Grund, warum INCI-Listen abschrecken, sind die Namen selbst. Dahinter steckt aber nur eine einfache Regel: Pflanzen stehen mit ihrem lateinischen botanischen Namen, alles chemisch Definierte auf Englisch. Genau deshalb steht auf einer koreanischen Tube dasselbe Wort wie auf einer deutschen. Diese zwölf begegnen dir in fast jedem Produkt.
| Name auf der Packung | Was es ist |
|---|---|
| Aqua | Wasser, die Basis fast jeder Creme und jedes Serums |
| Glycerin | Zieht Feuchtigkeit in die Haut, einer der ältesten und verlässlichsten Bestandteile überhaupt |
| Sodium Hyaluronate | Hyaluron in einer kleineren, besser löslichen Form |
| Panthenol | Provitamin B5, beruhigend und feuchtigkeitsbindend |
| Niacinamide | Vitamin B3 |
| Tocopherol | Vitamin E, schützt zugleich die Öle in der Formel vor dem Ranzigwerden |
| Centella Asiatica Extract | Tigergras, in der K-Beauty meist Cica genannt |
| Butyrospermum Parkii Butter | Sheabutter |
| Cetearyl Alcohol | Fettalkohol, ein pflegender Bestandteil und kein Alkohol im umgangssprachlichen Sinn |
| Alcohol Denat. | Vergällter Alkohol, macht Formeln leicht und lässt sie schnell einziehen |
| Parfum | Sammelbegriff für alle Riech- und Aromastoffe der Formel |
| Limonene, Linalool, Citronellol | Einzelne Duftstoffe, die zusätzlich genannt werden müssen |
Eine Verwechslung lohnt sich besonders zu merken. Alcohol Denat. ist Alkohol im gewohnten Sinn, er macht Texturen leicht und lässt sie schnell einziehen, kann trockene Haut aber unangenehm spannen lassen. Cetearyl Alcohol, Cetyl Alcohol und Stearyl Alcohol tragen zwar dasselbe Wort im Namen, sind aber Fettalkohole und gehören zu den pflegenden Bestandteilen einer Creme. Wer beim Wort Alkohol pauschal aussteigt, sortiert regelmäßig die falschen Produkte aus.
Mit diesen zwei Werkzeugen, der Linie und den Namen, liest du jedes Etikett selbst, unabhängig von Marke und Werbeversprechen. Wir finden das richtig so. Wir importieren unsere koreanische Pflege selbst, lagern sie in Deutschland und versenden von hier, deshalb weißt du bei uns von Anfang an, was ein Produkt kostet und wann es da ist. Wie teuer der Direktweg aus Korea dagegen wird, rechnen wir im Artikel zu Zoll und Einfuhrumsatzsteuer Posten für Posten vor.
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Häufige Fragen zur INCI-Liste
Was sagt die INCI-Liste aus?
Sie nennt alle Bestandteile eines Kosmetikprodukts unter einheitlichen, international gültigen Namen. Über einem Prozent stehen sie in absteigender Reihenfolge nach Gewicht, du kannst also ablesen, wovon am meisten enthalten ist. Unterhalb von einem Prozent darf der Hersteller frei sortieren, dort verrät die Position nichts mehr. Was die Liste nie sagt, sind die genauen Mengen.
Was bedeutet INCI auf Deutsch?
INCI ist die Abkürzung für International Nomenclature of Cosmetic Ingredients, also internationale Nomenklatur der kosmetischen Inhaltsstoffe. Es ist kein Qualitätssiegel und keine Bewertung, sondern schlicht ein Namensverzeichnis. Pflanzliche Bestandteile tragen ihren lateinischen botanischen Namen, chemisch definierte Stoffe den englischen.
Wo finde ich die INCI-Liste auf dem Produkt?
Auf der Verpackung oder dem Behältnis unter der Überschrift „Ingredients“. Bei sehr kleinen Packungen darf sie auf einen Beipackzettel, ein Anhängeschild oder ein Kärtchen am Regal ausweichen. Ganz fehlen darf sie in der EU nicht.
Ab welcher Menge muss ein Stoff genannt werden?
Grundsätzlich müssen alle Bestandteile aufgeführt werden, auch die in Spuren. Es gibt also keine Untergrenze, ab der etwas weggelassen werden dürfte. Die Ein-Prozent-Grenze betrifft nicht die Nennung, sondern nur die Reihenfolge: Unterhalb davon darf frei sortiert werden. Riech- und Aromastoffe werden zusammengefasst unter „Parfum“ genannt, einzelne kennzeichnungspflichtige Duftstoffe wie Limonene oder Linalool stehen zusätzlich einzeln in der Liste.
Bedeutet eine kurze Zutatenliste ein besseres Produkt?
Nein. Die Länge hängt vor allem von der Produktart ab. Ein reines Öl kommt mit zwei Zeilen aus, eine stabile Emulsion braucht Emulgatoren, Fettalkohole, Verdicker und einen Konservierer, sonst trennt sie sich oder verkeimt. Sinnvoller ist die Frage, welche Rolle die einzelnen Stoffe spielen und ob der beworbene Wirkstoff über oder unter der Ein-Prozent-Linie steht.
Kann ich Inhaltsstoffe online prüfen lassen?
Es gibt Datenbanken und Apps, die INCI-Namen nachschlagen und Stoffe bewerten. Zum Nachschlagen sind sie nützlich. Bei den Bewertungen lohnt sich Zurückhaltung: Sie beruhen meist auf pauschalen Punktesystemen, die weder die Menge noch das Zusammenspiel der Formel kennen, und genau darauf kommt es an. Ein Stoff mit schlechter Note kann in 0,2 Prozent völlig unproblematisch sein.
Was heißt 제조 auf einer koreanischen Verpackung?
제조 bedeutet Herstellungsdatum, meist im Format JJJJ.MM.TT. Das Verfallsdatum erkennst du an 까지, was „bis“ heißt, oder an 사용기한 für Verwendbarkeitsdatum. Steht nur das Herstellungsdatum auf der Packung, rechne bei ungeöffneter Ware üblicherweise mit dreißig bis sechsunddreißig Monaten. Nach dem Öffnen gilt immer das frühere von beidem: Verfallsdatum oder Tiegelsymbol.
Warum stehen die Inhaltsstoffe auf Latein und Englisch?
Weil die Liste weltweit funktionieren muss. Pflanzliche Bestandteile tragen ihren lateinischen botanischen Namen, chemisch definierte Stoffe den englischen. Dadurch bedeutet Aqua auf jeder Packung der Welt Wasser und Butyrospermum Parkii Butter überall Sheabutter. Wären die Listen in Landessprachen übersetzt, könntest du ein Produkt aus dem Ausland gar nicht mehr einordnen.
Einmal verstanden, immer anwendbar
Die 1-Prozent-Linie ist der Unterschied zwischen einer Liste anstarren und eine Liste lesen. Du brauchst dafür kein Fachwissen, nur einen einzigen Marker und die Frage, ob dein Wirkstoff davor oder dahinter steht. Bei koreanischer Pflege kommt eine zweite Ebene dazu, die dir sogar exakte Mengen verrät. Beides steckt in unserem Dekoder zum Ausdrucken.
Stand September 2026. Quellen: Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel, insbesondere Artikel 19 und die Anhänge III und V, in der Fassung der Verordnung (EU) 2024/996. Koreanische Mengenangaben nach der Regelung zur Prüfung funktioneller Kosmetik des südkoreanischen Ministeriums für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit, Anlage 4. Dieser Beitrag ist eine Orientierungshilfe zum Lesen von Etiketten, keine Rechts- oder Heilberatung. Der Rechtsstand kann sich ändern, maßgeblich ist immer der aktuelle Verordnungstext.

