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    Duftstoffe in Kosmetik: Parfum, ätherische Öle und Allergene erkennen

    „Parfum“ ist auf der Inhaltsstoffliste ein einziges Wort. Dahinter können Dutzende Stoffe stecken. Und ein Produkt ohne das Wort „Parfum“ kann trotzdem duften, weil ätherische Öle oft mit eigenem Namen in der Liste stehen. Hier erfährst du, welche Duftstoffe in Kosmetik stecken, was Namen wie Limonene oder Linalool auf dem Etikett bedeuten und wie du eine INCI-Liste in einer Minute auf Duft prüfst.

    Transparenz: Wir verkaufen die Produkte in diesem Eintrag selbst, mit und ohne Duftstoffe. Die Zahlen stammen aus den INCI-Listen unserer Produktseiten, Stand 10. Oktober 2026.

    Kurz beantwortet: Duft steckt in drei Formen in Kosmetik: als Parfum-Mischung, als ätherisches Öl und als einzeln genannter Duftstoff. Für die meisten Menschen ist das unproblematisch. Duftstoffe gehören aber zu den häufigsten Auslösern von Kontaktallergien durch Kosmetik. Hast du empfindliche Haut, lohnt sich ein Blick auf alle drei Formen, nicht nur auf das Wort „Parfum“.

    Was alles als Duftstoff zählt

    In der Inhaltsstoffliste tauchen Duftstoffe unter ganz verschiedenen Namen auf. Drei Gruppen musst du kennen, dazu eine Grauzone.

    Parfum, Fragrance, Aroma

    Der Sammelbegriff für eine Duftmischung. Was genau drinsteckt, bleibt das Geheimnis des Herstellers. Oft sind es Dutzende Einzelstoffe.

    Ätherische Öle

    Stehen meist mit ihrem Pflanzennamen in der Liste, etwa Lavandula Angustifolia Oil. Dann taucht kein „Parfum“ auf, obwohl sie genauso duften.

    Einzelne Duftstoffe

    Namen wie Limonene, Linalool oder Citronellol. Sie stehen meist am Ende der Liste und stammen oft aus Parfum oder ätherischen Ölen.

    Grauzone: Pflanzenwasser

    Rosenwasser oder andere Blütenwasser duften leicht. Sie werden nicht als Parfum deklariert. Ihre Duftmoleküle stehen nur dann einzeln auf dem Etikett, wenn sie die Schwelle überschreiten.

    Auf koreanischen Etiketten heißt Parfum übrigens 향료 (hyangnyo). In der europäischen INCI-Liste unserer Produktseiten steht dafür immer Parfum oder Fragrance.

    Wie oft Duft in unserem Sortiment steckt

    Wir haben die INCI-Listen von 502 Produkten durchsucht, nach allen drei Formen. Das Ergebnis: 185 Produkte enthalten Duftstoffe in irgendeiner Form, also 37 Prozent. Nur 100 davon haben das Wort „Parfum“ in der Liste.

    Der wichtigste Befund für deinen Einkauf: 91 Produkte enthalten ein echtes ätherisches Öl. Bei 83 davon steht nirgends „Parfum“. Ohne Parfum heißt also nicht ohne Duft.

    Anteil der Produkte mit Duftstoffen, nach Kategorie

    Haarpflege83 %Reinigung65 %Masken47 %Cremes32 %Toner & Pads28 %Sonnenschutz28 %Seren & Ampullen27 %Augenpflege24 %wird abgespültbeidesbleibt auf der Haut

    Duftstoff heißt hier: Parfum, ätherisches Öl oder ein einzeln genannter Duftstoff. 502 Produkte mit INCI-Liste, ohne Geräte, Stand 10. Oktober 2026. Kategorien mit weniger als 15 Produkten und Sets sind nicht dargestellt.

    Das Muster ist deutlich: Shampoo, Reinigungsschaum und Reinigungsöl duften viel häufiger als Seren und Augenpflege. Das liegt vor allem daran, dass viele Menschen bei Produkten zum Abspülen einen Duft erwarten. Weil sie nur kurz auf der Haut bleiben, gelten für sie außerdem zehnfach höhere Kennzeichnungsschwellen.

    Limonene, Linalool & Co.: was die Pflicht-Allergene bedeuten

    Einige Duftstoffe lösen häufiger Allergien aus als andere. Die EU-Kosmetikverordnung verlangt deshalb, dass sie einzeln in der Inhaltsstoffliste stehen, sobald sie eine Schwelle überschreiten:

    Bleibt auf der Haut

    Creme, Serum, Toner, Sonnenschutz: Kennzeichnung ab 0,001 Prozent, also ab 10 Milligramm pro Kilogramm.

    Wird abgespült

    Reinigung, Shampoo, Duschgel: Kennzeichnung ab 0,01 Prozent, also ab 100 Milligramm pro Kilogramm.

    Lange waren das 26 Stoffe. Mit der Verordnung (EU) 2023/1545 wächst die Liste auf rund 80 Duftstoffe und Pflanzenauszüge. Seit dem 31. Juli 2026 müssen neu in Verkehr gebrachte Produkte die erweiterte Liste beachten. Produkte, die schon vorher im Handel waren, dürfen bis zum 31. Juli 2028 abverkauft werden. Deshalb siehst du auf manchen Etiketten noch die kürzere Liste.

    In unserem Sortiment stehen am häufigsten Limonene (45 Produkte) und Linalool (42), danach Citronellol (20), Geraniol (16), Hexyl Cinnamal (14) und Citral (11).

    So liest du das richtig: Ein Allergen-Name auf der Liste ist kein Warnsignal, sondern eine Information. Er heißt nur, dass der Stoff über der Schwelle liegt. Bei 74 unserer 100 Produkte mit Parfum steht kein einziger Allergen-Name dabei. Das heißt: Entweder steckt keiner der Pflicht-Stoffe in der Mischung, oder sie bleiben unter der Schwelle.

    Bei Limonene und Linalool gibt es eine Besonderheit. Laut dem wissenschaftlichen Ausschuss für Verbrauchersicherheit der EU sind vor allem ihre Oxidationsprodukte allergen. Diese entstehen, wenn die Stoffe lange mit Luft in Kontakt kommen. Ein offenes Produkt mit Zitrus- oder Lavendelduft solltest du deshalb innerhalb der angegebenen Haltbarkeit nach dem Öffnen aufbrauchen und gut verschlossen lagern.

    Ätherische Öle: natürlich heißt nicht mild

    Ätherische Öle wirken auf viele Menschen sanfter als ein synthetisches Parfum. Chemisch ist das ein Irrtum. Ein ätherisches Öl ist selbst eine Duftmischung aus vielen Molekülen, und darunter sind oft genau die Pflicht-Allergene. Lavendelöl besteht zu einem großen Teil aus Linalool, Orangenschalenöl überwiegend aus Limonen.

    Das sind die sechs ätherischen Öle, die in unserem Sortiment am häufigsten vorkommen:

    Öl (INCI) Produkte Typische Duftbausteine Gut zu wissen
    Bergamotte
    Citrus Aurantium Bergamia Fruit Oil
    22 Limonen, Linalylacetat, Linalool Kann von Natur aus Furocumarine enthalten, die die Haut lichtempfindlicher machen
    Rosmarin
    Rosmarinus Officinalis Leaf Oil
    19 1,8-Cineol, Campher, Pinen Nicht verwechseln mit Rosmarinextrakt, der oft als Antioxidans dient
    Lavendel
    Lavandula Angustifolia Oil
    18 Linalool, Linalylacetat Linalool bildet an der Luft allergene Oxidationsprodukte
    Geranie
    Pelargonium Graveolens Flower Oil
    15 Citronellol, Geraniol Beide stehen auf der Pflichtliste der Allergene
    Orangenschale
    Citrus Aurantium Dulcis Peel Oil
    12 überwiegend Limonen Limonen oxidiert an der Luft
    Teebaum
    Melaleuca Alternifolia Leaf Oil
    11 Terpinen-4-ol Gealtertes, oxidiertes Öl löst leichter Allergien aus als frisches

    Zur Bergamotte: Furocumarine wie Bergapten können die Haut bei Sonnenlicht empfindlicher machen. In Sonnenschutz- und Bräunungsmitteln begrenzt die EU sie deshalb auf weniger als 1 Milligramm pro Kilogramm. Für Kosmetik gibt es Bergamotteöl, aus dem diese Stoffe weitgehend entfernt sind. Ob ein Hersteller diese Qualität verwendet, verrät die INCI-Liste nicht. In unserem Sonnenschutz steckt kein Bergamotte-, Zitronen- oder Limettenöl.

    Was für Duft spricht

    Ein angenehmer Duft macht die Routine zum Ritual. Er überdeckt den Eigengeruch mancher Rohstoffe, etwa von Fermenten. Und viele Menschen vertragen Duftstoffe ohne jedes Problem.

    Was dagegen spricht

    Für die Pflegewirkung ist Duft nicht nötig. Eine einmal entstandene Kontaktallergie bleibt meist dauerhaft. Gereizte oder empfindliche Haut reagiert eher auf Duftstoffe.

    Der Duft-Detektiv: Ist das ein Duftstoff?

    Teste dein Wissen an sechs echten Namen aus Inhaltsstofflisten. Tippe einen Namen an und lies, was dahintersteckt.

    Der Duft-Detektiv

    Sechs INCI-Namen, sechs Antworten.

    Wähle oben einen Namen aus.

    Duftstoff: Mischung

    Was es ist: Der Sammelbegriff für eine Duftkomposition aus vielen Einzelstoffen. Die genaue Zusammensetzung muss der Hersteller nicht offenlegen.

    Worauf du achtest: Pflicht-Allergene aus der Mischung stehen zusätzlich einzeln in der Liste, wenn sie die Schwelle überschreiten. Fehlen sie, liegen sie darunter oder sind nicht enthalten.

    Duftstoff: ätherisches Öl

    Was es ist: Ätherisches Lavendelöl mit viel Linalool. Steht es mit eigenem Namen in der Liste, fehlt oft das Wort „Parfum“. Seit der Verordnung (EU) 2023/1545 gehört Lavendelöl selbst zu den kennzeichnungspflichtigen Duftstoffen.

    Worauf du achtest: Ätherische Öle erkennst du am Pflanzennamen plus Oil, oft mit Flower, Leaf, Herb oder Peel, manchmal ganz ohne Pflanzenteil wie hier. Oft folgt am Ende der Liste ein Linalool.

    Duftstoff: Pflicht-Allergen

    Was es ist: Ein einzelner Duftstoff mit Zitrusnote. Er steht da, weil er über der Kennzeichnungsschwelle liegt.

    Worauf du achtest: Limonene stammt oft aus Zitrusölen oder aus dem Parfum. Bei bekannter Allergie gegen Limonen ist „Limonene“ der Name, den du suchst.

    Grauzone: Pflanzenwasser

    Was es ist: Rosenwasser, das bei der Destillation von Rosenblüten entsteht. Es enthält Duftmoleküle in Spuren und riecht leicht nach Rose.

    Worauf du achtest: Im Sinne der INCI ist es kein Duftstoff. In unserem Filter „ohne Parfum“ schließen wir Pflanzenwasser deshalb nicht aus. Reagiert deine Haut sehr empfindlich auf Duft, teste es vorher.

    Kein Duftstoff

    Was es ist: Jojoba-Öl, ein fettes Pflanzenöl aus Samen. Es pflegt, verdunstet nicht und riecht kaum.

    Worauf du achtest: Nicht jedes „Oil“ ist ätherisch. Steht Seed oder Kernel im Namen, ist es meist ein pflegendes Öl. Bei Fruit kommt es auf die Pflanze an: Olivenöl pflegt, Bergamotte- oder Litsea-Öl ist ätherisch. Auch Karottensamenöl (Daucus Carota Sativa Seed Oil) ist eine Ausnahme.

    Kein Duftstoff

    Was es ist: Ein Fettalkohol, meist aus Pflanzenölen gewonnen. Er macht Cremes geschmeidig und stabil.

    Worauf du achtest: Er wird nicht als Duft zugesetzt, hat höchstens einen schwachen Eigengeruch und trocknet die Haut nicht aus, anders als Alcohol Denat. Welche „Alcohol“-Namen wirklich austrocknen, erklärt der Eintrag Alkohol in Kosmetik.

    Eine Orientierung für die INCI-Liste, keine Allergietestung.

    Duftstoffe in Kosmetik erkennen: vier Schritte

    1

    Parfum suchen

    Suche nach Parfum, Fragrance oder Aroma. Ein Treffer heißt: Hier steckt eine Duftmischung drin.

    2

    Öle prüfen

    Lies jedes „Oil“. Blüte, Blatt, Kraut, Rinde, Schale oder Zitrusfrucht weisen auf ein ätherisches Öl hin, Samen und Kerne meist auf ein pflegendes Öl.

    3

    Ende der Liste lesen

    Dort stehen die Pflicht-Allergene wie Limonene, Linalool, Citronellol oder Geraniol.

    4

    Neues erst testen

    Bei empfindlicher Haut probierst du ein neues Produkt erst an einer kleinen Stelle. Wie das geht, steht im Ratgeber zum Patch-Test.

    Wie die Reihenfolge in der Liste zu lesen ist und warum alles unter einem Prozent beliebig sortiert sein darf, erklären wir im Ratgeber INCI-Liste lesen.

    Vier Irrtümer über Duftstoffe

    Etikett„Ohne Parfum“ heißt ohne Duft
    Ätherische Öle stehen oft mit eigenem Namen in der Liste. In unserem Sortiment haben 83 von 91 Produkten mit ätherischem Öl kein „Parfum“ in der Liste.
    HerkunftNatürlich ist verträglicher
    Ätherische Öle enthalten oft dieselben Allergene wie Parfum. Für deine Haut zählt das Molekül, nicht seine Herkunft.
    GeruchRiecht es, ist Parfum drin
    Viele Rohstoffe haben einen Eigengeruch, etwa Fermente, Pflanzenextrakte oder Fettalkohole. Das ist kein versteckter Duftstoff.
    HaltbarkeitOffene Produkte unbegrenzt nutzen
    Limonene, Linalool und Teebaumöl verändern sich an der Luft. Brauch Produkte mit Duft innerhalb der Frist nach dem Öffnen auf.

    Ist Parfum in Kosmetik schädlich?

    Für die meisten Menschen nicht. Der wissenschaftliche Ausschuss für Verbrauchersicherheit der EU schätzt, dass 1 bis 3 Prozent der Bevölkerung in Europa gegen Duftstoffe sensibilisiert sind. Bei Menschen mit Ekzemen liegt der Anteil deutlich höher.

    Eine Sensibilisierung entsteht meist schleichend durch wiederholten Kontakt. Ist sie einmal da, bleibt sie in der Regel bestehen. Deshalb kann es sinnvoll sein, bei Pflege für das Gesicht auf Duft zu verzichten, wenn deine Haut schnell rot wird, spannt oder brennt. Mehr dazu im Ratgeber Sensible Haut und Rötungen. Vermutest du eine Allergie, kann eine Hautarztpraxis mit einem Epikutantest klären, auf welchen Stoff du reagierst.

    So prüfen wir „ohne Parfum“

    Für unsere Kollektionen Gesichtscreme ohne Parfum und Serum ohne Parfum gehen wir weiter als das Etikett. Ein Produkt kommt nur hinein, wenn seine INCI-Liste alle vier Bedingungen erfüllt:

    1

    Kein Parfum

    Weder Parfum noch Fragrance noch Aroma.

    2

    Kein ätherisches Öl

    Auch nicht in kleinster Menge am Ende der Liste.

    3

    Kein Pflicht-Allergen

    Weder Limonene, Linalool, Citronellol noch einer der anderen Namen der Pflichtliste.

    4

    Kein Einzelduft

    Auch keine weiteren Duftstoffe wie Vanillin.

    Was der Filter nicht sehen kann: Pflanzenextrakte und Pflanzenwasser enthalten von Natur aus manchmal Duftmoleküle in Spuren. Solange diese unter der Schwelle bleiben, stehen sie auf keinem Etikett. Ein Produkt aus der Kollektion kann also leicht nach seinen Rohstoffen riechen.

    Drei Beispiele ohne Duftstoffe aus unserem Sortiment

    Alle drei ohne Parfum, ohne ätherische Öle und ohne Pflicht-Allergene laut INCI.

    SKIN1004 Madagascar Centella Ampoule Foam 125 ml Reinigungsschaum
    Reinigung

    SKIN1004 Madagascar Centella Ampoule Foam

    Warum hier: Reinigung ist die Kategorie mit dem höchsten Duftanteil in der Gesichtspflege. Dieser Schaum kommt mit milden Tensiden, Glycerin und Centella-Extrakt aus.

    Zum Reinigungsschaum
    IUNIK Beta Glucan Power Moisture Serum 50 ml
    Serum

    IUNIK Beta Glucan Power Moisture Serum

    Warum hier: Nur zehn Inhaltsstoffe, angeführt von Beta-Glucan als Feuchtigkeitsspender. Eine der kürzesten Listen in unserem Sortiment.

    Zum Beta-Glucan-Serum
    Purito Seoul Mighty Bamboo Panthenol Cream 100 ml
    Creme

    Purito Seoul Mighty Bamboo Panthenol Cream

    Warum hier: Panthenol, Niacinamid, Centella und Cholesterol in einer leichten Creme für die Hautbarriere, ganz ohne Duftzusatz.

    Zur Panthenol-Creme

    Häufige Fragen zu Duftstoffen in Kosmetik

    Ist Parfum für sensible Haut ein Problem?

    Nicht zwingend. Schätzungsweise 1 bis 3 Prozent der Bevölkerung in Europa sind gegen Duftstoffe sensibilisiert. Neigt deine Haut zu Rötungen oder Ekzemen, ist Gesichtspflege ohne Duft die ruhigere Wahl.

    Wie erkenne ich Duftstoffe in Kosmetik?

    An drei Stellen: am Wort Parfum, Fragrance oder Aroma, an ätherischen Ölen mit Pflanzennamen und an den Allergen-Namen am Ende der Liste, etwa Limonene oder Linalool. Der Duft-Detektiv oben zeigt dir Beispiele.

    Sind ätherische Öle besser für die Haut als Parfum?

    Nicht automatisch. Ätherische Öle sind selbst Duftmischungen und enthalten oft dieselben Allergene wie Parfum. Natürlich heißt nicht mild.

    Was bedeuten Limonene und Linalool auf der Verpackung?

    Beides sind Duftstoffe auf der Pflichtliste der EU. Sie stehen da, weil sie in diesem Produkt über der Kennzeichnungsschwelle liegen. Das ist eine Information für Menschen mit Allergie, kein Hinweis auf ein gefährliches Produkt.

    Warum riecht ein Produkt ohne Parfum trotzdem?

    Weil viele Rohstoffe einen Eigengeruch haben, etwa Fermente, Pflanzenextrakte oder Rosenwasser. Prüf zusätzlich, ob ein ätherisches Öl in der Liste steht. Das ist der häufigste Grund für Duft ohne das Wort Parfum.

    Warum haben manche Produkte die neue, längere Allergenliste und andere nicht?

    Die erweiterte Liste gilt seit dem 31. Juli 2026 für neu in Verkehr gebrachte Produkte. Ware, die vorher schon im Handel war, darf noch bis zum 31. Juli 2028 mit dem alten Etikett verkauft werden.

    Kann ich Produkte mit Bergamotte- oder Zitrusöl tagsüber verwenden?

    Das lässt sich aus der INCI-Liste nicht sicher sagen. Für Kosmetik gibt es Bergamotteöl, aus dem die Furocumarine weitgehend entfernt sind. Bist du unsicher, trägst du solche Produkte abends auf und benutzt tagsüber Sonnenschutz.

    Wie dieser Eintrag entstanden ist

    • INCI-Auswertung: 502 Produkte mit Inhaltsstoffliste aus unserem Onlineshop, ohne Geräte, Stand 10. Oktober 2026. Gesucht wurde nach Parfum, Fragrance und Aroma, nach ätherischen Ölen anhand des Pflanzennamens und nach einzeln genannten Duftstoffen. Pflegende Samen- und Fruchtöle sind nicht mitgezählt.
    • Rechtliche Angaben: Quelle sind die EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009, Anhang III, und die Verordnung (EU) 2023/1545 zur Kennzeichnung von Duftstoff-Allergenen. Die Grenze für Furocumarine steht in Anhang II, Eintrag 358.
    • Häufigkeit von Allergien und Oxidation: Quelle ist die Stellungnahme des wissenschaftlichen Ausschusses für Verbrauchersicherheit der EU (SCCS) zu Duftstoff-Allergenen in Kosmetik von 2012.
    • Duftbausteine der Öle: typische Hauptbestandteile. Die genaue Zusammensetzung schwankt je nach Herkunft und Ernte.
    • Fragen: Google-Suchvorschläge zu Duftstoffen, Parfum und ätherischen Ölen in Kosmetik, Oktober 2026.

    Lesen statt raten

    Duft ist kein Schadstoff, aber er ist für die Pflege nicht nötig. Mit drei Blicken auf die INCI-Liste erkennst du jede Form: Parfum, ätherisches Öl und Allergen-Name. Reagiert deine Haut schnell, findest du bei uns Cremes und Seren, die alle vier Bedingungen unseres Filters erfüllen.

    Parfum suchenÖle prüfenAllergene lesen
    Gesichtscreme ohne Parfum